Mark Leckey Performance: BigBoxBigBoxAction | Di. 19.05., Haus der Kunst, 20:00

HausderKunst
Mark Leckeys Ausstellung „Als ob“ zeigt zum ersten Mal alle „Sound Systems“ des Künstlers – überlebensgroße Boxentürme als Vehikel von lauten Geräuschen und einer lebendigen, fast körperlich spürbaren Musik. In „BigBoxBigBoxAction“ bringt Leckey seine fünf „Sound Systems“ miteinander ins Gespräch und schafft ein Event, das viele Zuhörer an einem Ort, in einer Emotion vereint.
Mark Leckey Performance, Di. 19.05.2015, 20 Uhr
Haus der Kunst, Tickets inkl. Ausstellungsbesuch 13 Euro.

Die Ausstellung „Als ob“ vereint zum ersten Mal alle „Sound Systems“ (2001–12) von Mark Leckey – fünf übermenschengroße Boxentürme, die ebenso sehr monolithische Skulpturen wie funktionstüchtige Objekte sind. Das erste „Sound System“ entwarf Leckey für „Dubplate“ (2000–01), eine Collage aus Tonaufnahmen, die er in der näheren Umgebung seiner damaligen Wohnung im Londoner Stadtviertel Soho gemacht hatte. Zwei Jahre später nutzte er erstmals ein „Sound System“ für eine Performance in der Tate Britain in London. Für die sogenannte „BigBoxStatueAction“ (2003) stellte er die Skulptur „Jacob and the Angel“ (1940–41) von Jacob Epstein einem Lautsprecherturm gegenüber, der sie mit Musikstücken wie Raoul Hausmanns „phoneme bbb“ oder „Our Prayer“ von den Beach Boys beschallte. Er konfrontierte damit zwei grundlegend verschiedene Rezeptionssysteme: einerseits die statische, zeitlose Skulptur, stumm und unveränderbar und üblicherweise von Betrachtern für sich alleine wahrgenommen; andererseits das „Sound System“ als Vehikel einer lebendigen, musikalischen Darbietung, die viele Zuhörer an einem Ort, in einer Emotion vereint. Vor allem aber war die „BigBoxStatueAction“ für Leckey ein Versuch, die Epstein Skulptur einzubetten in eine Art Kommunikationssystem, über das er mit der Arbeit in Kontakt treten kann und gleichzeitig einem Publikum erlaubt, an diesem Geschehen teilzuhaben. Dies ist auch die Grundlage der „BigBoxBigBoxAction“, für die Leckey seine fünf „Sound Systems“ miteinander ins Gespräch bringen wird. (Text Haus der Kunst)

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