Scientific Gardening | Di. 05.05., Eres Stiftung, 19:00

Robert Voit, »Physalis alkekengi, Lampionblume«, 2014, Foto: © Robert Voit
Robert Voit, »Physalis alkekengi, Lampionblume«, 2014,
Foto: © Robert Voit

„Scientific Gardening: Der analytische Blick auf Pflanzen in Kunst und Wissenschaft“ eröffnet am Dienstag 19 Uhr in der ERES-Stiftung.
Unter dem Mikroskop kann selbst das kleinste Objekt einen Beitrag zu großen Fragestellungen leisten. Pollen und fossile Blätter zeigen, wie sich die Natur und das Klima in vergangenen Epochen verändert haben, Kieselalgen geben Aufschluss über den Zustand unserer Umwelt. Neue Technologien, wie die mit dem Chemie Nobelpreis 2014 ausgezeichnete Entwicklung der STED-Mikroskopie, eröffnen der Botanik neue Horizonte, Elektronen- und Fluoreszenzmikroskope sind aus der modernen Pflanzenforschung nicht mehr wegzudenken. Sie liefern wichtige Erkenntnisse, die weit über den eigentlichen Untersuchungsgegenstand hinausgehen.

Teilnehmende Künstler:
Baum/Jakob, Markus Huemer, Helen Mirra, Ronald van der Meijs, Robert Voit, Ken+Julia Yonetani

Die heutigen Bilder der Wissenschaft unterscheiden sich deutlich von historischen Pflanzenbildern. Die Mikroskopie selbst und das Fotografieren durch das Mikroskop lösten die frühneuzeitliche Einheit von künstlerischer Darstellung und botanischer Forschung endgültig ab. Seither vereinen diese Bilder nicht mehr ästhetisches Sehen und wissenschaftliche Erkenntnis. Sie stehen allein im Dienst einer objektiven systematischen Analyse, entwickeln dabei aber wiederum eine ganz eigene Ästhetik. Die Ausstellung wirft zunächst einen Blick auf ältere wissenschaftsbasierte Abbildungsverfahren wie dem Naturselbstdruck oder botanischen Lehrmodellen aus der Zeit der Jahrhundertwende. Sechs zeitgenössische Künstler werden diese Ansätze ins Heute weiterdenken. Sie nehmen aktuelle ebenso wie historische Bildverfahren der Botanik auf und formulieren neue Positionen. Dabei lassen sie winzige Zellstrukturen ins Gigantische wachsen, machen für das bloße Auge unsichtbare Prozesse in der Natur sichtbar oder schlagen überraschende Brücken von dem botanischen Naturstudium zur industriellen Massenproduktion von
Schnittblumen. Die ERES-Stiftung bringt die Bilder der Kunst und der Wissenschaft zusammen, um dringende Fragen zu beleuchten, die nicht nur die Welt der Pflanzen, sondern unsere ganze Gesellschaft betreffen. (Pressetext ERES-Stiftung)

„Scientific Gardening: Der analytische Blick auf Pflanzen in Kunst und Wissenschaft“
Eröffnung: 05.05.2015, 19 Uhr

Ausstellung bis 27. Juni 2015
Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch und Samstag 11 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung

ERES-Stiftung, Römerstr. 15, 80801 München

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