Les Miniatures | Mi. 04.05.16, Nicole Gnesa, 18.00

Nicole Gnesa

In der Fortsetzung der interdisziplinären Gruppenausstellung LES MINIATURES in der Galerie Nicole Gnesa, widmet sich die Ausstellung erneut dem Thema der Miniatur in der zeitgenössischen Kunst und geht der Frage nach, wie Künstler/innen mit dem sehr kleinen Format umgehen. Dabei wurde die maximale Größe der Exponate fest auf maximal 15x15x15cm festgelegt.
Kuratiert von Codex Berlin

Teilnehmende Künstler:
Marie Aly, Berthold Bock, Isabelle Borges, Jessica Buhlmann, Patrick Cierpca, Robert Crotla, Henrik Drescher, Marcus Eek, Johannes Einfalt, Peter Feiler, Regina Götz, Oliver Gröne, Philip Grözinger, Jens Hausmann, Christian Henkel, Frank Hülsbömer, Friderieke Jokisch, Manzur Kargar, Yvette Kiessling, Franziska Klotz, Katja Kollowa, Karsten Konrad, Carina Linge, Nikolaus List, Ernie Luley Superstar, Michele Melillo, Carolin Oel, Lea Asja Pagenkemper, Paul Pretzer, Tom Prochnow, Sven Reile, Uta Reinhardt, Robert Rüdigier, Jutta Scheiner, Moritz Schleime, Tom Schulhauser, Dimitrij Schurbin, Max Strasser, Lars Teichmann, Miriam Vlaming, Ruprecht von Kaufmann, Björn Wallbaum, Malte Wandel, Thomas Weinberger, Sador Weinsčlucker, Felix Wunderlich, Michael Wutz, Benjamin Zuber

Ausstellung bis 01. Juni 2016
Öffnungszeiten: Do. – Fr. 16 – 19 Uhr | Sa. 11 – 16 Uhr
Nicole Gnesa, Kolosseumstr. 6 | Innenhof | 80469 München

Historisch betrachtet spielt die Bedeutung der Miniaturen der Kunst in Europa besonders im 18. Jh eine Rolle: Während des politisch bewegten Jahrzehnts zwischen 1789 und 1799 entstanden auffallend viele Miniaturbildnisse. Gerade die unsicheren äußeren Verhältnisse weckten den Wunsch nach kleinen transportablen und persönlichen Porträts und die starke Nachfrage nach Bildnissen ließ die Miniaturisten produktiv und ungemein erfindungsreich reagieren. Es entstanden Porträts, die lebendig und individuell Menschen in einer turbulenten Übergangszeit zeigen. Mit Ausbruch der Revolution veränderte sich auch die Lebenssituation der Künstler. Viele verloren ihre Mäzene und bisherigen Auftraggeber und mussten sich nun als freie Künstler auf dem Markt behaupten. In wie weit heute die Rolle des Portraits thematisch eine Funktion in Les Miniatures übernimmt oder und wie sehr die Miniatur dem Lebenserhalt des Künstlers dient sei dahingestellt.

Denn gerade die seit der Moderne angestoßene Vielfalt der Ausdrucksformen, inhaltlichen Unterschiede und stilistischen Mittel und Möglichkeiten geben dieser Ausstellung einen besonderen Charakter. Allein schon die Vorbereitungen unterschiedet sich in den meisten Fällen vom regulären Kunstschaffen im Atelier. Selten werden hier Arbeiten auf Leinwand zu finden sein. Die Träger sind oft individuell ausgewählt und auf das Format bezogen. Auch technisch distanziert sich die Wahl der Medien von der herkömmlichen Produktion. Oft werden besondere Farben oder ungewöhnliche Materialien verwendet. Zudem kommt der Fakt, dass sich Ausstellungen, die sich der Gattung der Miniatur in der zeitgenössischen europäischen Kunst widmen selten, bis gar nicht zu finden sind. Wir versuchen deshalb einen partiellen Einblick in die Miniaturen der Gegenwartskunst zu geben und haben dazu Künstlerpositionen aus verschiedenen Medienbereichen eingeladen.

Codex Berlin im April 2016

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s