10 Fragen an Deborah Schamoni, Deborah Schamoni, München

©Deborah Schamoni

Woran arbeiten Sie gerade?
An der Die Marmory Show II, kuratiert mit Nikola Dietrich. Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Frage wie sich kommerzieller Erfolg in der Kunst generiert, besonders der Aspekt wenn dieser, der kommerzielle Erfolg, ausbleibt,  und hat den Untertitel “Impoverishment” – Verarmung.
Die erste Marmory Show, letzten Jahres bezog sich auf einen unabgesendeten Brief  den ich im Keller der Galerie gefunden habe. Der Brief ist von Walt Kuhn, dem Kurator der ersten Armory Show, 1913 in New York, an seine Frau, und schildert unter anderem die Idee eines neuen Konzeptes, naturbezogen, für die Armory Show, welches Gürsoy Dogtas und ich versucht haben mit der Ausstellung umzusetzen. Erstaunlicherweise hat mich jetzt eine Freundin, Ariane Müller, auf einen kurzen Text von Franziska zu Reventlow von 1914 aufmerksam gemacht, die Walt Kuhn nicht namentlich nennt, ihn wohl aber meint, und ihre Perspektive auf Kuhns kuratorische Tätigkeit in München der 10ner Jahre schildert. Erstmalig sahen sich die KünstlerInnen mit einem internationalen Auswahlverfahren für eine Messe konfrontiert, was nicht nur positiv aufgenommen wurde, und sicherlich die Karrieren einzelner beeinflusst hat. Einige sehr gute Leute sind einfach verarmt. Die Künstlerliste ist grossartig und hiermit sozusagen das erste mal öffentlich : Leidy Churchman, Shannon Ebner, Judith Hopf, Tobias Madison, Christoph Schäfer, Eric Sidner, Park McArthur, Manfred Pernice und Peter Wächtler. Eröffnung ist am 9.4., direkt nach Ostern, und ich freue mich sehr  darauf.

Was war bisher der beste Rat, den Sie als Galerist/Kunstvermittler erhielten?
Nimm es nicht persönlich.

Was würden Sie jemanden raten, der eine private Kunstsammlung beginnen möchte?
Sich viel anzusehen und dann Selbsvertrauen, und lesen. Zeit mit den Arbeiten verbringen. Mein Bezug zu einigen Arbeiten verändert sich im Laufe der Ausstellungen, es ist irgendwie spannend. KünstlerInnen versuchen inhaltlich zu folgen, oder zu verstehen. Gerade am Anfang sich mit Kunst beschäftigen die einen am meisten herausfordert, das setzt ein bestimmtes Level.

Was ist das Wesen eines Künstlers?
Künstler haben viele Wesen, kommt immer darauf an mit welchem sie es gerade zu tun haben.

Stadtführung in München mit einem Kunstsammler. Was zeigen Sie ihm?
Die Affenbilder von Gabriel von Max, das Valentin Musäum und die Galerie.

Fünf Uhr nachmittags an einem typischen Sonntag – was machen Sie gerade?
Ich stehe in einem Wald rum und warte bis mein Dackel vom jagen wiederkommt.

Was wollten Sie werden, als Sie noch ein Kind waren?
Ich habe als kleines Kind unheimlich gerne gemalt. Meistens auf den Rückseiten von überschüssigen Filmplakaten. Oft ländliche Situationen, obwohl ich sowas garnicht kannte. Alle Bilder wurden dann aufgehängt und sehr gelobt. Deswegen bin ich wohl keine Künstlerin geworden, ich denke das war viel zu unterstützend.

Gibt es etwas, das Sie noch nicht gemacht haben, aber definitiv in Ihrem Leben irgendwann einmal machen wollen?
Nichts als Kunst verkaufen.

Über Ihr Leben wird ein Film gedreht. Welcher Schauspieler sollte Ihre Rolle übernehmen?
Auf keinen Fall Tilda Swinton.

Sind Sie Ex-Raucher? Wie haben Sie es geschafft, mit dem Rauchen aufzuhören?
Ich muss jetzt Zigaretten kaufen gehen…

Tausend Dank an Deborah Schamoni für das Interview!

Ein Gedanke zu “10 Fragen an Deborah Schamoni, Deborah Schamoni, München

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s