[flau̮mʃau̮m] | Do. 05.11., Kunstpavillon, 19.00

Kunstpavillon
Lässt es sich unter Schaumkronen gut leben? – eine Frage der mit der Ausstellung im Kunstpavillon nachgegangen wird.

Flaumschaum [flau̮mʃau̮m], der; -[e]s: besteht aus einer Anhäufung von Blasen, die durch Härchen verbunden sind. Schillernde Schichten liegen übereinander und weisen eine Vielzahl an Farbigkeiten auf. Dabei wechseln sich feuchte und trockene Strukturen ab. Flaumfäden berühren sich und entwickeln Eigendynamik.
Schaumkronen aus Flaumschaum sind vergängliche Gebilde. Sie lösen sich partiell auf und enthüllen nach und nach was sich darunter verbirgt. Für einen Augenblick kann das Gebilde den Inhalt verdecken und das Bild der inneren Beschaffenheit trügen.

Teilnehmende Künstler:
Pernilla Henrikson, Luiza Taracha, Lina Zylla

Ausstellung bis 29. November 2015
Öffnungszeiten: Di. – Sa. 13 – 19 Uhr, So. 11 – 17 Uhr

Kunstpavillon, Alter Botanischer Garten am Stachus, Sophienstr. 7a, 80333 München

Unter dem Glasdach des Kunstpavillons werden alljährlich KünstlerInnen unter 40 Jahren von der Vereinigung Bildender Künstlerinnen und Künstler in ver.di (VBK) gefördert, indem ihnen eine Ausstellung angeboten wird. Die drei Künstlerinnen Pernilla Henrikson, Luiza Taracha und Lina Zylla haben ein Hochschulstudium in München absolviert und studieren Freie Kunst an der Akademie der Bildenden Künste. Sie bearbeiten das Thema malerisch und bildhauerisch. Dabei setzen sie sich mit Materie, ihrer Wandlung und schichtenweisen Ablagerung auseinander. Seit geraumer Zeit befassen sie sich mit der Transformation von Oberflächen und deren wuchernde Ausformung. Alle drei machen in ihren Werken den Arbeitsprozess transparent.

Pernilla Henriksons künstlerische Intention ist es, Objekte mit einer materiellen Präsenz zu schaffen. Sie stehen auf der Schwelle eine eigenständige Form zu werden. So verbleiben sie im Moment des Wachstums und machen den Prozess des Werdens sichtbar.

Luiza Taracha kreiert Objekte, die Gegebenes neu interpretieren. Sie arbeitet hauptsächlich mit Latex Handschuhen. Aus den einzelnen Teilen wachsen neue Gebilde heraus die sich von ihrer ursprünglichen Schutzfunktion verabschieden.

Lina Zyllas Schwerpunkt liegt im Freilegen malerischer Prozesse. Hier kommen an erster Stelle das Auftragen der Farbe und die Überlagerung von lasierenden und deckenden Schichten zum Tragen. Raum wird durch helle und dunkle Farbräume im Zusammenspiel mit dem starken Pinselduktus geschaffen. Thematisch bearbeitet sie zeitliche Veränderungsprozesse und Verfallsstrukturen aus ihrer Umgebung.
Pressetext Kunstpavillon

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